„Das darf sein.“ – Von Selbstliebe und der Freundin in mir

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Memo einer Freundin

„Frau …, für Sie würde ich mir wünschen, dass Sie wohlwollender mit sich umgehen und Ihre Bedürfnisse besser wahrnehmen.“ Das waren die Worte, mit denen mein Therapeut in der Tagesklinik die erste Sitzung mit mir schloss. Er betonte das Wort „wohlwollend“ mit langgezogenen Vokalen und lächelte gutmütig. Doch es war nicht gerade die Art von zündender Erkenntnis, die ich mir von so einem Gespräch erhofft hatte.
Ich dachte mir: „Das war’s? Das ist alles, was er zu meiner Situation zu sagen hat?“ Ich kam mir in dem Moment nicht gerade ernst genommen vor. Doch ca. zwei Wochen später würde ich erst wirklich durchdringen, was er da zu mir gesagt hatte und welchen Wert dieser Satz für meine Lebensweise hatte. „„Das darf sein.“ – Von Selbstliebe und der Freundin in mir“ weiterlesen

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„Die Klapse hat heut Wandertag“ – Kollektives Augenzwinkern gegen Depression

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Eine kleine Aufmerksamkeit meiner Mitpatienten (Bild: May DelC)

Als mir im Oktober letzten Jahres vom Kriseninterventionszentrum geraten wurde, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, bis ich eine Therapiemöglichkeit erhalten würde, war ich skeptisch. In meinem Kopf aktivierten sich lauter Klischees und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass das Ganze mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein werden würde. Also ließ ich es erst einmal.

Dann kam ich in teilstationäre Behandlung und der Austausch mit den Mitpatienten, Menschen, die zwar alle so unterschiedliche Geschichten erzählten, aber deren Leiden in seiner Grundstruktur und seinen Grundmechanismen so ähnlich waren, war ohne Zweifel einer der Dinge, die mich auf meinem neuen Weg am weitesten getragen hat. Und seitdem haben wir eine feste Struktur der „gegenseitigen Selbsthilfe“ geschaffen, die uns bis zu einem gewissen Maß dabei hilft, durch unsere dunklen Täler immer wieder hinauszuwandern. „„Die Klapse hat heut Wandertag“ – Kollektives Augenzwinkern gegen Depression“ weiterlesen

… ergo: Therapie!

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– Bild 1 –

Im Oktober des Jahres 2016 habe ich meinen ersten Kontakt mit einem Psychiater gehabt, und zwar im Kriseninterventionszentrum meines Wohnorts. Danach ging es in die Krisentagesklinik. Eine meiner einschneidendsten Erfahrungen dieser letzten Monate war meine erste Sitzung in der Ergotherapie, die ich in der Krisentagesklinik besuchte. Sie stand repräsentativ für so vieles, was in den vorangegangenen Monaten schief gelaufen war … „… ergo: Therapie!“ weiterlesen