„Die Klapse hat heut Wandertag“ – Kollektives Augenzwinkern gegen Depression

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Eine kleine Aufmerksamkeit meiner Mitpatienten (Bild: May DelC)

Als mir im Oktober letzten Jahres vom Kriseninterventionszentrum geraten wurde, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, bis ich eine Therapiemöglichkeit erhalten würde, war ich skeptisch. In meinem Kopf aktivierten sich lauter Klischees und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass das Ganze mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein werden würde. Also ließ ich es erst einmal.

Dann kam ich in teilstationäre Behandlung und der Austausch mit den Mitpatienten, Menschen, die zwar alle so unterschiedliche Geschichten erzählten, aber deren Leiden in seiner Grundstruktur und seinen Grundmechanismen so ähnlich waren, war ohne Zweifel einer der Dinge, die mich auf meinem neuen Weg am weitesten getragen hat. Und seitdem haben wir eine feste Struktur der „gegenseitigen Selbsthilfe“ geschaffen, die uns bis zu einem gewissen Maß dabei hilft, durch unsere dunklen Täler immer wieder hinauszuwandern. „„Die Klapse hat heut Wandertag“ – Kollektives Augenzwinkern gegen Depression“ weiterlesen

Achtsamkeit: Mein Bohnen-Moment

Gefangen in einer depressiven Episode neigt man dazu, sich negativen Denkmustern hinzugeben und den Blick für das Positive zu verlieren. Scheinbar unweigerlich bewerten wir Situationen als schlecht, hoffnungslos und geraten in einen Abwärtsstrudel, der immer weitere Kreise zieht.

Um dem zu entkommen, gilt es, Situationen neu zu bewerten. Das ist alles andere als leicht und verlangt stetige Übung. Und diese kann in ganz kleinen Schritten beginnen. „Achtsamkeit: Mein Bohnen-Moment“ weiterlesen