Wenn Weihnachten nur ein Wort ist.

„Schneebedeckte Räder stehen am 10.12.2017 in Kassel (Hessen) bei Schneefall an einer Kreuzung. Foto: Uwe Zucchi/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++“ http://www.spiegel.de/fotostrecke/wintereinbruch-schneechaos-in-deutschland-fotostrecke-156015.html

Und da haben wir auch schon den 13. Dezember 2017. Die Zeit ist unfassbar schnell vergangen. Wo war ich zu dieser Zeit letztes Jahr? Ich war wenige Wochen zuvor aus der Tagesklinik entlassen worden. Noch war ich offiziell Beamtin auf Widerruf des Landes Nordrhein-Westfalen. Die für mich unerträgliche letzte Konfrontation zum Abschied in meiner Schule lag nicht lang zurück…. Verrückt, was seit dem passiert ist.

Letztes Jahr um diese Zeit blickte ich mit Bangen auf das Weihnachtsfest. All die Energie, die ich 2016 noch gehabt hatte, war für den zerreißenden Kraftakt des Zusammenbruchs und des Wiederaufstehens verbraucht worden. Verbrannt. Erstickt.

Depressive Episode. AU. Klinik. Abbruch. Ende. Vakuum. Neuanfang. „Wenn Weihnachten nur ein Wort ist.“ weiterlesen

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Hello again – unterwegs durch’s Leben.

Hier bin ich wieder. Endlich. Das waren sehr lange, intensive, aufreibende, verunsichernde und bestärkende 8 Monate.

Hier, auf diesem Blog, war ich stumm. Nicht, weil ich es wollte. Sondern weil ich nicht sprechen konnte. Ich war zu erdrückt von allem anderen. Ich hatte auch diesem Blog und allen potentiellen Lesern gegenüber ein erdrückend schlechtes Gewissen. Also mied ich umso mehr…

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„Huser“ aus Oude Gracht Diversity. © chrisillus.

Dabei hätte ich Reflexion und Austausch sehr gebraucht…

Gedanken zu sehr kreisen lassen kann krank machen. Gedanken zu unterdrücken aber auch…

Jetzt bin ich also wieder hier, weil es mir besser geht. Ich habe viel durchlebt und noch viel mehr erkannt. Davon möchte hier schreiben, um dem ganzen einen Sinn zu geben – und um es mit euch zu teilen.

Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen

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Red traffic lights at a crossroads (Bild: May DelC)

Ich habe mich als Lehramtsanwärterin aus meinem Vorbereitungsdienst – auch bekannt als Referendariat – entlassen lassen. Für mich besteht die Möglichkeit, meinen Dienst zu jedem Zeitpunkt meiner Wahl wieder aufzunehmen, wenn ich das möchte und kann. Ob das der Fall sein wird, ist zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung, die ich weder treffen kann – noch möchte.

Diese Situation ist für mich eine persönliche Krise. Und ich hätte nie zuvor gedacht, dass ich an dieser Stelle meinen bisherigen Weg beenden würde. Doch so habe ich die Möglichkeit, innezuhalten, auf mein – oft unterdrücktes – Bauchgefühl zu hören und mich neu zu orientieren.

Ich bin momentan auf Arbeitssuche und habe nächste Woche zwei Vorstellungsgespräche. In den Augen der Menschen, die mich dort empfangen und mustern werden, werde ich wahrscheinlich vorerst einfach eine „Abbrecherin“ sein. Die Frage nach den Gründen meines Abbruchs ist eine Frage, auf die ich mich wohl einstellen muss. Wie werde ich sie beantworten? „Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen“ weiterlesen