Karneval, Verluste und meine Distanz zu Traditionen. Ansichten eines kulturellen Mischwesens.

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Masken. (www.centralalabamapride.org)

Ich bin im Rheinland geboren. Da, wo ich herkomme, sagt man „Alaaf!“, wenn es bald wieder heißt, die fünfte Jahreszeit zu feiern, sich zu verkleiden, beim Umzug Süßigkeiten einzufangen, dem Prinzen zuzujubeln und all die Dinge zu tun, die man an Karneval nun mal so tut.

Auch ich habe ein paar wenige Jahre lang mitgefeiert. Das war in meiner Jugend. Dann, als ich es noch lustig fand, in Bierzelten zu feiern, mit Freunden bis in die Nacht zu Schlagermusik zu tanzen und auch mal etwas – oder auch etwas mehr – über den Durst zu trinken. Doch die meiste Zeit meines Lebens war das nicht der Fall. Die meiste Zeit meines Lebens war ich kein Freund vom karnevalistischen Brauchtum und spürte auch sonst eine Beklemmung, wenn es darum ging, mich in Traditionen einzufügen. Die entscheidende Rolle spielt dabei bei sogenannter „Migrationshintergrund“, den ich erst Stück für Stück sinngebend in meine eigene Biografie integrieren konnte. „Karneval, Verluste und meine Distanz zu Traditionen. Ansichten eines kulturellen Mischwesens.“ weiterlesen

Vorstellungsgespräche führen mit der Depression im Nacken? Check!

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‚Mission accomplished‘ on memegenerator.net

Eine aufreibende Woche liegt bisher hinter mir. Zwei Vorstellungsgespräche habe ich nun gehalten und zuvor hatte ich ängstlich der Frage meiner potentiellen Arbeitgeber entgegen gesehen, wie mein biografischer Bruch zu erklären ist, den ich im Zuge meiner ersten mittelgradigen depressiven Episode erlitten hatte. Alles lief letztendlich glatter als ich befürchtet hatte – und doch war es ein schmaler Grat, der mich ins Schwitzen brachte…. Aber egal wie das Ganze ausgehen wird: Ich glaube, ich bin gerade tatsächlich stolz auf mich. „Vorstellungsgespräche führen mit der Depression im Nacken? Check!“ weiterlesen

Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen

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Red traffic lights at a crossroads (Bild: May DelC)

Ich habe mich als Lehramtsanwärterin aus meinem Vorbereitungsdienst – auch bekannt als Referendariat – entlassen lassen. Für mich besteht die Möglichkeit, meinen Dienst zu jedem Zeitpunkt meiner Wahl wieder aufzunehmen, wenn ich das möchte und kann. Ob das der Fall sein wird, ist zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung, die ich weder treffen kann – noch möchte.

Diese Situation ist für mich eine persönliche Krise. Und ich hätte nie zuvor gedacht, dass ich an dieser Stelle meinen bisherigen Weg beenden würde. Doch so habe ich die Möglichkeit, innezuhalten, auf mein – oft unterdrücktes – Bauchgefühl zu hören und mich neu zu orientieren.

Ich bin momentan auf Arbeitssuche und habe nächste Woche zwei Vorstellungsgespräche. In den Augen der Menschen, die mich dort empfangen und mustern werden, werde ich wahrscheinlich vorerst einfach eine „Abbrecherin“ sein. Die Frage nach den Gründen meines Abbruchs ist eine Frage, auf die ich mich wohl einstellen muss. Wie werde ich sie beantworten? „Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen“ weiterlesen