Beziehungsunfähigkeit und Bindungsangst: Eine Einführung.

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Empty benches along the Ballona Creek Bike Path, Los Angeles, CA. (Bild: May DelC)

In diesem Text wende ich mich erstmals einem Thema zu, das ich bisher in meinem Blog nicht explizit behandelt habe. Es ist wohl die Problematik, die mich in den letzten Jahren wahrscheinlich am meisten belastet hat, schon immer belastet hat. Doch ich schreckte davor zurück, davon zu schreiben.

Ich habe Angst davor. Es reicht so nah an mein Herz heran, dass ich mich davor fürchte, durch das bloße Schreiben verletzt zu werden. Durch das Schreiben und Gelesen werden.

Aber in dieser Woche ist das Thema omnipräsent, schmerzhafter denn je für mich, relevant wie eh und je. Und ich habe das Gefühl, ich würde implodieren, wenn ich nicht etwas tue.

Also sitze ich nun vor meinem Computer und schreibe über meine Unfähigkeit, Beziehungen zu einem Partner zu führen. Und von meiner Bindungs- und Verlustangst. „Beziehungsunfähigkeit und Bindungsangst: Eine Einführung.“ weiterlesen

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Momentaufnahmen. Die Reise beginnt hier…

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Downtown L.A. Subway. (Bild: May DelC)

In letzter Zeit – jetzt, nachdem ich das letzte Jahr über versucht habe, Stabilität zu finden und in meinem gewohnten Umfeld zu bleiben … mich dort zu festigen… da denke ich dennoch – oder gerade deshalb – oft an die Orte zurück, die ich schon sehen durfte. Jeder Schritt aus dem eigenen Kontext heraus schärfte die eigene Wahrnehmung, erlaubte es einem, andere Perspektiven wahrzunehmen, vielleicht Neues zu (er)denken…

So war es auch in meinen 7 Monaten, die ich in Kalifornien leben durfte. Ein großes Privileg, so reisen zu dürfen. Ich unterrichtete an einer bilingualen Grundschule. Es war eine oft fordernde und auch frustrierende Zeit. Gleichzeitig waren es einige der faszinierendsten und lehrreichsten Monate, die ich bisher erleben durfte. „Momentaufnahmen. Die Reise beginnt hier…“ weiterlesen

Der Weg ist das Ziel: Schritt für Schritt zu mir kommen

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Ballona Creek bike path, Los Angeles. (Bild: May DelC)

Die letzten Tage geht mir ein Gedanke nicht mehr aus dem Kopf. Wie besessen bin ich von einer Idee, die mich nicht mehr loslässt: Ich möchte wieder wandern gehen. Auf einem Fernwanderweg. Möglichst weit. Mit möglichst wenig Gepäck. Und wenn nötig, alleine.

Es ist nicht so, als wäre das Wandern mein allergrößtes Hobby oder als wäre ich eine erfahrene Outdoor-Expertin. Es liegt eher daran, dass das Laufen für mich von klein auf schon eine Art der Meditation gewesen ist, mir half, zu mir zu kommen, Ruhe zu finden und die Gedanken laufen zu lassen, genauso wie meine Füße… Das Motto, dem ich folge, ist schon seit langem „Der Weg ist das Ziel.“ Schon oft gesagt worden, mit Sicherheit schon abgegriffen. Aber für mich so wahr wie eh und je. Wenn es nicht so wäre, dann wäre auch dieser Blog und sein Prinzip verfehlt und wertlos…

„Der Weg ist das Ziel: Schritt für Schritt zu mir kommen“ weiterlesen

Karneval, Verluste und meine Distanz zu Traditionen. Ansichten eines kulturellen Mischwesens.

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Masken. (www.centralalabamapride.org)

Ich bin im Rheinland geboren. Da, wo ich herkomme, sagt man „Alaaf!“, wenn es bald wieder heißt, die fünfte Jahreszeit zu feiern, sich zu verkleiden, beim Umzug Süßigkeiten einzufangen, dem Prinzen zuzujubeln und all die Dinge zu tun, die man an Karneval nun mal so tut.

Auch ich habe ein paar wenige Jahre lang mitgefeiert. Das war in meiner Jugend. Dann, als ich es noch lustig fand, in Bierzelten zu feiern, mit Freunden bis in die Nacht zu Schlagermusik zu tanzen und auch mal etwas – oder auch etwas mehr – über den Durst zu trinken. Doch die meiste Zeit meines Lebens war das nicht der Fall. Die meiste Zeit meines Lebens war ich kein Freund vom karnevalistischen Brauchtum und spürte auch sonst eine Beklemmung, wenn es darum ging, mich in Traditionen einzufügen. Die entscheidende Rolle spielt dabei bei sogenannter „Migrationshintergrund“, den ich erst Stück für Stück sinngebend in meine eigene Biografie integrieren konnte. „Karneval, Verluste und meine Distanz zu Traditionen. Ansichten eines kulturellen Mischwesens.“ weiterlesen

Vorstellungsgespräche führen mit der Depression im Nacken? Check!

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‚Mission accomplished‘ on memegenerator.net

Eine aufreibende Woche liegt bisher hinter mir. Zwei Vorstellungsgespräche habe ich nun gehalten und zuvor hatte ich ängstlich der Frage meiner potentiellen Arbeitgeber entgegen gesehen, wie mein biografischer Bruch zu erklären ist, den ich im Zuge meiner ersten mittelgradigen depressiven Episode erlitten hatte. Alles lief letztendlich glatter als ich befürchtet hatte – und doch war es ein schmaler Grat, der mich ins Schwitzen brachte…. Aber egal wie das Ganze ausgehen wird: Ich glaube, ich bin gerade tatsächlich stolz auf mich. „Vorstellungsgespräche führen mit der Depression im Nacken? Check!“ weiterlesen

Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen

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Red traffic lights at a crossroads (Bild: May DelC)

Ich habe mich als Lehramtsanwärterin aus meinem Vorbereitungsdienst – auch bekannt als Referendariat – entlassen lassen. Für mich besteht die Möglichkeit, meinen Dienst zu jedem Zeitpunkt meiner Wahl wieder aufzunehmen, wenn ich das möchte und kann. Ob das der Fall sein wird, ist zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung, die ich weder treffen kann – noch möchte.

Diese Situation ist für mich eine persönliche Krise. Und ich hätte nie zuvor gedacht, dass ich an dieser Stelle meinen bisherigen Weg beenden würde. Doch so habe ich die Möglichkeit, innezuhalten, auf mein – oft unterdrücktes – Bauchgefühl zu hören und mich neu zu orientieren.

Ich bin momentan auf Arbeitssuche und habe nächste Woche zwei Vorstellungsgespräche. In den Augen der Menschen, die mich dort empfangen und mustern werden, werde ich wahrscheinlich vorerst einfach eine „Abbrecherin“ sein. Die Frage nach den Gründen meines Abbruchs ist eine Frage, auf die ich mich wohl einstellen muss. Wie werde ich sie beantworten? „Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen“ weiterlesen