Wenn ich merke, ich bin doch noch nicht so weit…

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Sturmböen Antarktis. Bild: Greenpeace (https://www.greenpeace.de/themen/meere/kurze-atempause-fuer-die-wale)

Nach vielen kleinen Schritten nach vorne und etwas weniger davon zurück war heute noch einmal so ein Tag, an dem ich das Gefühl hatte, es ist egal, was ich tue – es macht keinen Unterschied. Es wird nicht besser.

Ich sollte mich damit abfinden, dass diese Tage einfach immer mal wieder kommen. Ist auch ok – eigentlich. „Wenn ich merke, ich bin doch noch nicht so weit…“ weiterlesen

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Depression und Beruf: Mein Geheimnis lüften

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Flüchtiger Moment auf dem Weg zur Arbeit. (Bild: May DelC)

Diese erste Woche zurück auf der Arbeit seit meinem Urlaub tat mir sehr gut. Nicht nur, weil sie mir Struktur zurückgab. Ich habe es auch geschafft, mich hinsichtlich meiner psychischen Krankheit ein klein wenig mehr zu öffnen. Mich einem Kollegen anzuvertrauen.

Lange habe ich meine Depression am Arbeitsplatz geheim gehalten. Das hatte seine Gründe. Vielleicht ist es nicht gut, mich nur einem einzigen Menschen dort anzuvertrauen und die anderen gleichzeitig in Unwissen zu lassen. Ich werde sehen. Aber für den Moment bin ich erleichtert – und fühle mich auch ein wenig kraftvoller.

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Leistungen im Urlaubmachen: ungenügend.

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Spaziergang in den Niederlanden. Der Versuch eines Urlaubstages. (Bild: May DelC)

Mein erster Urlaub in meinem ersten „richtigen“ Beschäftigungsverhältnis geht heute zu Ende. Vor einem Jahr hätte ich das Ganze noch „Ferien“ genannt; da, als ich noch Referendarin im Vorbereitungsdienst für das Lehramt war. Meine heutige Vorgesetzte musste mich nach einem meiner Versprecher mit einem Schmunzeln erinnern: „Frau DelC, Sie sind jetzt nicht mehr in der Schule. Sie haben keine Ferien mehr – Sie haben Urlaub!“

Und wie sind meine ersten „echten“ Urlaubswochen verlaufen? Schwierig. Heraus aus den sicheren Strukturen des Alltags ist es alles andere als leicht für mich gewesen, mit mir selbst klarzukommen, ohne mit einem Bein schon wieder in den Sumpf der eigenen Gedanken zu versinken… „Leistungen im Urlaubmachen: ungenügend.“ weiterlesen

„It’s been a hard day‘s night“ – Wie der Zeigefinger mich immer wieder kriegt…

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„Im Büro“ (Skizze: May DelC).

Acht Monate, seitdem ich meine neue Stelle angefangen habe. Acht sehr wichtige Monate. Zuvor hatte ich den Vorbereitungsdienst für das Lehramt abgebrochen, nachdem ich drei Monate lang arbeitsunfähig gewesen war. Fünf Wochen davon verbrachte ich in teilstationärer Behandlung.

Dadurch schien ich scheinbar „zu Sinnen gekommen“ zu sein. Ich fühlte wieder, fühlte mich wieder. Hörte mich wieder. Und hatte gelernt, meine verstummte Stimme wieder vorsichtig erklingen zu lassen. Vor allem hatte ich gelernt, meine Werte und Be-wertungen zu überdenken, meine Prioritäten im Leben neu zu ordnen. Und ich glaubte, dass ab dann alles anders werden würde. Auf keinen Fall würde ich wieder in die alten Fallen tappen – oder zumindest war das der Plan gewesen … „„It’s been a hard day‘s night“ – Wie der Zeigefinger mich immer wieder kriegt…“ weiterlesen

Das ging schnell: Neuer Job, neue Chancen

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Chinese New Year in LA (Bild: May DelC)

So. Nach den Vorstellungsgesprächen der letzten Woche wollte ich an dieser Stelle eigentlich zunächst über Entscheidungsprozesse reflektieren und darüber, welche der beiden Stellen für mich an dieser Drehscheibe in meinem Leben wohl die gesündere wäre. Ich wollte abwägen, meine Bedürfnisse analysieren und versuchen, diese von meinen Ängsten abzugrenzen, um reflektiert in die Zukunft zu gehen.

Das ist inzwischen hinfällig. Denn ich habe eine Zusage erhalten – und entgegen meiner eigenen Erwartungen habe ich diese direkt angenommen, ohne auf die Entscheidung aus dem zweiten Gespräch zu warten. Und ich spüre, es ist die richtige Entscheidung.  „Das ging schnell: Neuer Job, neue Chancen“ weiterlesen

Vorstellungsgespräche führen mit der Depression im Nacken? Check!

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‚Mission accomplished‘ on memegenerator.net

Eine aufreibende Woche liegt bisher hinter mir. Zwei Vorstellungsgespräche habe ich nun gehalten und zuvor hatte ich ängstlich der Frage meiner potentiellen Arbeitgeber entgegen gesehen, wie mein biografischer Bruch zu erklären ist, den ich im Zuge meiner ersten mittelgradigen depressiven Episode erlitten hatte. Alles lief letztendlich glatter als ich befürchtet hatte – und doch war es ein schmaler Grat, der mich ins Schwitzen brachte…. Aber egal wie das Ganze ausgehen wird: Ich glaube, ich bin gerade tatsächlich stolz auf mich. „Vorstellungsgespräche führen mit der Depression im Nacken? Check!“ weiterlesen

Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen

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Red traffic lights at a crossroads (Bild: May DelC)

Ich habe mich als Lehramtsanwärterin aus meinem Vorbereitungsdienst – auch bekannt als Referendariat – entlassen lassen. Für mich besteht die Möglichkeit, meinen Dienst zu jedem Zeitpunkt meiner Wahl wieder aufzunehmen, wenn ich das möchte und kann. Ob das der Fall sein wird, ist zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung, die ich weder treffen kann – noch möchte.

Diese Situation ist für mich eine persönliche Krise. Und ich hätte nie zuvor gedacht, dass ich an dieser Stelle meinen bisherigen Weg beenden würde. Doch so habe ich die Möglichkeit, innezuhalten, auf mein – oft unterdrücktes – Bauchgefühl zu hören und mich neu zu orientieren.

Ich bin momentan auf Arbeitssuche und habe nächste Woche zwei Vorstellungsgespräche. In den Augen der Menschen, die mich dort empfangen und mustern werden, werde ich wahrscheinlich vorerst einfach eine „Abbrecherin“ sein. Die Frage nach den Gründen meines Abbruchs ist eine Frage, auf die ich mich wohl einstellen muss. Wie werde ich sie beantworten? „Biografische Brüche – Vorstellungsgespräche und die Frage der Fragen“ weiterlesen